Forschungsprojekte rund um die Bündner Sprachen

Name
Moretti
Vorname
Bruno
Email
decs-olsi@ti.ch
Telefon/Mobile
0041918141510
Akademischer Titel
Prof. Dr.
Titel der Studie
Indice di vitalità dell'italiano in Svizzera
Bereich
Mehrsprachigkeit
Bereich
Soziolinguistik
Bereich
Sprachkontakt
Bereich
Sprachstatistik
Beteiligte Institute/Institutionen
- Osservatorio linguistico della Svizzera italiana
Bibliographische Angaben zur Studie
- Moretti Bruno / Pandolfi Elena Maria / Casoni Matteo (a cura di), Vitalità di una lingua minoritaria. Aspetti e proposte metodologiche / Vitality of a minority language. Aspects and methodological issues. Atti del Convegno, Bellinzona, 15-16 ottobre 2010, Osservatorio linguistico della Svizzera italiana, Bellinzona, 2011
Erforschte Sprache
Italienisch/Alpinlombardisch
Art der Forschung
eigenes Forschungsprojekt
Umschreibung der Studienziele
- Der Vitalitätsindex des Italienischen in der Schweiz ist als ein Werkzeug des Osservatorio linguistico della Svizzera italiana entwickelt worden, mit dem Zweck, die 'Gesundheit' der italienischen Sprache in der Schweiz zu überwachen, und dies sowohl in ihrem traditionellen Gebiet (Kanton Tessin und Italienischbünden) als auch ausserhalb des traditionellen Territoriums. Ziel der Untersuchung ist es, ausgehend von Studien zu den europäischen Minderheitensprachen, die Faktoren zu identifizieren, mittels derer der Grad der Vitalität oder der Regression der italienischen Sprache in der Schweiz definiert werden kann. Die Entwicklung von objektiven Indizes und Parametern, die es ermöglichen, die soziolinguistische sowie die sprachinterne Vitalität (d.h. die Fähigkeit des Sprachsystems sich zu entwickeln und zu erneuern) des Italienischen in der Schweiz zu messen, scheint ein wichtiges Instrument, nicht nur um die Situation zum Zeitpunkt der Erhebung zu fotografieren, sondern auch um diachrone Trends mit aufeinander folgenden Erhebungen hervorzuheben.
Beschreibung der angewandten Methode
-Der Index ist aus 26 Indikatoren zusammengesetzt (vgl. Moretti / Pandolfi / Casoni 2011: 20-21), die, unter anderen, die folgenden Faktoren berücksichtigen: die Aufrechterhaltung der Übertragung der italienischen Sprache zwischen den Generationen; die Beziehung zwischen potenziellen Nutzern und tatsächlichen Nutzern; die Dynamik der Kenntnis und des Gebrauchs des Italienischen nach Alter; die Qualität und Quantität der Kommunikation in italienischer Sprache von Seiten der Bundesregierung; das Vorhandensein und die Verwendung der italienischen Sprache in Schweizer Unternehmen in und ausserhalb des angestammten Sprachgebiets; die Verbreitung von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern in italienischer Sprache ausserhalb des traditionellen Territoriums; das Italienische in Schweizer Websites; der Gebrauch der italienischen Sprache in akademischen und wissenschaftlichen Aktivitäten; usw. In Bezug auf die interne Vitalität der Sprache wird es darum gehen, anhand eines umfangreichen Korpus geschriebener und gesprochener Texte die Anwesenheit von Fremdwörtern und die Bildung von Neologismen sowie einige Phänomene des sogenannten italienischen Neostandards (z.B. Beibehalt bzw. Verlust des Konjunktivs in bestimmten Kontexten, die Frequenz von Links- und Rechtsdislokationen, usw.) zu untersuchen.
Zurzeit sind spezifische Detailuntersuchungen zu den verschiedenen Indikatoren im Gange.
Bearbeitungsstand der Studie
in Arbeit
Finanzierung durch
Andere
Link zur Studie
- www.ti.ch/olsi
Laufdauer der Studie von:
Laufdauer der Studie bis:
Name, Vorname (Stv)
Form der Publikation
Buch
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